Die Beziehung zu uns selbst – Zwischen Selbstentwertung und dem „sich zu wichtig nehmen“!

Liebe Selbstlose, liebe Selbstbewusste,

So wie jeder Text, den ich je schrieb, kommt auch dieser aus einer „persönlichen“ Situation heraus, die ich gerade erleben muss! Und wie immer ist es mir ein Bedürfnis Ihnen meine Gefühle diesbezüglich mitzuteilen! Wie man am Titel unschwer erkennen kann, geht es um das Thema „Selbst“! Denn, ob Sie es glauben oder nicht, die wichtigste Beziehung, die Sie in Ihrem Leben je führen werden oder geführt haben, ist jene zu „sich selbst“!

Wir Menschen neigen oft dazu, Beziehungen einzugehen, weil wir uns etwas von diesen versprechen. Wir versprechen uns beispielsweise Sinnhaftigkeit, Geborgenheit, Freude oder Sicherheit. Manchmal versprechen wir uns davon sogar so etwas wie Bestätigung oder Selbstbewusstsein! Und WIR ALLE machen stets den gleichen Fehler dabei: Wir übertragen die Verantwortung über unsere Gefühlswelt einem anderen Menschen. Wir geben sie quasi ab, in der Hoffnung „jemand anderes“ könnte uns das geben, was wir uns selbst nicht geben können. Dass dieser Rückschluss ein komplett falscher ist, können Sie daran erkennen, dass es in Ihrer Welt nur einen einzigen Menschen gibt, der tatsächlich fühlt – Und dieser Mensch sind Sie selbst! Niemand kann Ihnen dabei helfen sich gut oder sicher zu fühlen! Dies ist eine allgemeine Illusion, der wir ALLE unterliegen!

Natürlich, wir sind soziale Wesen und wir brauchen (Ver)bindungen in unserem Leben! Und hierbei, Sie erinnern sich an den Text über „Worte“ und die Deutsche Sprache, ist es wichtig um nicht zu sagen ENTSCHEIDEND, dass Sie einen Unterschied zwischen dem Wort Bindung und dem Wort VERbindung machen! Denn diese zwei Worte beschreiben zwei grundsätzlich komplett unterschiedliche Gegebenheiten! Eine Bindung ist ein Gefängnis, so etwas wie eine unsichtbare Kette, die uns gewollt oder ungewollt an einen anderen Menschen bindet! Eine Verbindung hingegen ist so etwas wie ein unsichtbares Band, ein auf FREIWILLIGKEIT bestehender Draht, den wir VOLL BEWUSST und OHNE BEDÜRFTIGKEIT zu anderen Menschen aufrecht erhalten. Die Verbindung ist also wesentlich gesünder für uns als die Bindung!

Nun möchte ich aber gerne zum Kern des Themas kommen. Wie im Titel beschrieben geht es also um „den schmalen Grad“ zwischen Selbstbeweihräucherung und Selbstentwertung! Um diesen Weg einigermaßen unverletzt gehen zu können, bedarf es eines sehr wichtigen Instruments, nämlich der SELBSTERKENNTNIS! Denn, je besser Sie sich selbst kennen umso leichter werden Sie auch feststellen, warum Sie handeln wie Sie handeln. Und vor allem auch AUS WELCHEN GRÜNDEN Sie wirklich handeln! Im Grunde genommen ist Selbsterkenntnis eine recht einfache Herausforderung. Es bedarf eigentlich nur der Fähigkeit sich selbst zu beobachten und vor allem auch dann nicht weg zu schauen, wenn man etwas tut oder getan hat, worauf man nicht stolz ist! Wir sind alle hier um zu lernen. Dies ist etwas, was Sie immer im Hinterkopf behalten sollten! Und wenn unsere „Schule“ irgendwann beendet ist, dann wird es niemanden geben, der darüber richtet! Einzig und allein WIR SELBST entscheiden dann, ob wir vor uns selbst bestanden haben oder nicht!

Dass man beim Lernen Fehler macht oder mal eine Schulaufgabe versemmelt liegt allerdings in der Natur der Sache! Also gehen Sie nicht zu hart mit sich selbst ins Gericht, sondern machen Sie es beim nächsten mal einfach besser! Denn, Sie erinnern sich, WIE INNEN SO AUSSEN! Wenn Sie sich selbst VERURTEILEN, dann geben Sie damit auch anderen die Erlaubnis Sie zu verurteilen und das können Sie nicht ernsthaft wollen! Vergessen Sie niemals: Die Welt ist nichts weiter als ein dreidimensionaler Spiegel, der Ihnen unverschnörkelt zeigt, WER SIE IN WIRKLICHKEIT SIND!
Nicht mehr und nicht weniger! Es geht also IMMER darum, wer Sie wirklich sind und vor allem auch darum, wie Sie sich selbst behandeln – Kurzum: Es geht um die Beziehung, die Sie mit SICH SELBST haben! Dieser ganze Mist da draußen zeigt Ihnen lediglich, wie es um diese Beziehung tatsächlich bestellt ist!

Ich bin sicher kein Meister, der vom Himmel gefallen ist und mein Weg war zum Teil sehr hart und mit Blut und Tränen gepflastert, mit Situationen, von denen Sie nichts wissen und auch nichts wissen müssen, um zu verstehen, was ich Ihnen vermitteln möchte! Ich mache, trotz aller Beschäftigung mit den Naturgesetzen „immer noch“ Fehler und bin vermutlich eines „der schlechtesten Beispiele“ die man sich hernehmen kann, wenn man wirklich etwas lernen möchte! Mein großes Talent besteht nun einmal in der Fähigkeit zu schreiben und darin hat es eigentlich immer bestanden! Ich schreibe seit ich 13 war! Gedichte, Geschichten, Gefühle, Tagebuch… was auch immer! WORTE sind mein Werkzeug und zumindest war ich so weit gesegnet, dass ich dies recht früh feststellen durfte! SIE mögen andere oder vielleicht sogar dieselben Werkzeuge besitzen, um dieser Welt Ihre Seele zu offenbaren! Im Grunde genommen ist das Werkzeug egal, es geht lediglich darum, was wir damit anstellen (oder auch nicht)! Finden Sie es heraus und NUTZEN Sie es, wenn Sie können!

Und wenn Sie es heraus gefunden und ein paar mal benutzt haben, dann werden Sie feststellen, dass nicht SIE SELBST dieses Werkzeug bedienen, sondern etwas Höheres, was aber ganz tief aus Ihnen selbst heraus kommt. Wenn Sie möchten, dann können Sie gerne das Wort „Höheres Selbst“ hierfür benutzen. Das bedeutet zu gut Deutsch: Der kleine Karl, welcher unbeholfen durchs Leben stolpert und dabei jeden erdenklichen Fehler macht, ist zugleich dazu in der Lage, die besten Texte zu verfassen, die anderen Menschen zeigen können, wie man eben OHNE all diese Blessuren und Stolpersteine durchs Leben gehen kann – sofern dies nun einmal sein „Talent“ ist!

Und solch ein Talent sollte man nicht wie eine Krone tragen, sondern in Demut und Dankbarkeit nutzen, was einem mitgegeben wurde und dies zum Wohle ALLER! Ein Göthe beispielsweise hat sich niemals in die Öffentlichkeit gestellt und damit geprahlt wie gut er schreiben konnte! Er hat es einfach getan und diese Tat machte eine „Selbstbeweihräucherung“ quasi obsolet! Es bestand also gar nicht DIE NOTWENDIGKEIT der Welt mitzuteilen wie gut man etwas kann! Denn die Welt wird dies von ganz alleine merken und ANERKENNEN! Und genauso sollten Sie auch Ihre ganz persönlichen Werkzeuge gebrauchen!

Worauf ich hinaus will ist also der schmale Grad zwischen Selbstverherrlichung und Selbstverleugnung! Und dies wiederum setzt voraus, dass Sie sich Ihrer selbst in erster Linie einmal BEWUSST sind! Das heißt, Sie erkennen auch, wenn Sie etwas falsch oder richtig machen und wenn es für Sie Zeit ist mit einer Sache aufzuhören, ganz einfach weil Sie bemerken, dass Sie mehr Schaden als Nutzen damit anrichten! Zeit ist nicht das Entscheidenste im Leben, viel mehr ist sie ein Gradmesser! Es geht auch darum zu erkennen, wann für etwas die Zeit reif ist und wann nicht (mehr)! Denn so wie alles seinen Platz auf dieser Welt hat, hat auch alles seine Zeit!

Ich, für meinen Teil, bin froh darüber, dass ich getan habe, was ich eben getan habe! Ich bin dankbar für das wundervolle Werkzeug, welches man mir an die Hand gegeben hat und darüber, dass ich es ehrenvoll führen durfte! Allerdings bin ich durchaus in der Lage zu erkennen, wann und wenn ich diesem Werkzeug nicht mehr gewachsen bin! Und sobald ich anfange damit mehr Schaden als Nutzen anzurichten, gebe ich es lieber „verantwortungsvoll“ aus der Hand! Ich bitte Sie darum genauso zu handeln! Lassen Sie sich nicht von der Zeit zum Knecht machen. Die Zeit ist nicht „Ihr Feind“, sondern „Ihr Freund“! Aber seien Sie SELBSTBEWUSST genug um zu erkennen, wenn die Zeit nicht mehr unterstützt, was Sie tun! Dann hat man (nicht nur vemutlich, sondern sogar MIT SICHERHEIT) andere Aufgaben für Sie! Aufgaben, die Sie im besten Fall mit der selben Leidenschaft erfüllen, wie jene, die Sie zuerst einmal „aufgeben“ müssen!

So gerne ich schreibe weiß ich, dass „meine Stunde“ geschlagen hat! Ich bemerke es zunehmend und tagtäglich an mir selbst! Ich „funktioniere“ nicht mehr so, wie ich es eigentlich sollte. Ich kann zu gut Deutsch „das Schwert in meiner Hand“ nicht mehr ordentlich führen! Wenn ich weitermachen würde, dann würde ich mir 1. nur Feinde machen und 2. der Sache mehr schaden als nutzen! Ich habe mir weder diese Tatsache noch diesen Moment ausgesucht – ES IST EINFACH SO! Und meine Aufgabe ist es, im richtigen Moment, die richtige Entscheidung zu treffen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen guten Start in die Woche und eine erfolgreiche Herrschaft über SICH SELBST!

Ein Deutsches Mädchen

4 Kommentare zu „Die Beziehung zu uns selbst – Zwischen Selbstentwertung und dem „sich zu wichtig nehmen“!“

  1. Liebes Deutsches Mädchen,
    ich lese schon sehr lange Deine Beiträge.
    Sie berühren mich unglaublich.
    Ich fühle mich Dir so sehr verbunden.
    Bei fast allen Beiträgen stehen mir die Tränen in den Augen.
    Ich denke es geht sehr vielen Deiner Leser so.
    Sei Dir bewusst Du bist nicht allein.
    Es gibt sehr viele Menschen die hinter Dir stehen und mit Dir dieses Gefecht ausstehen.
    Du bist die Schneeflocke und die Lawine wird folgen.
    In Verbundenheit Deine Schwester im Geiste.
    Hör bitte nicht auf, Du bist zu wertvoll, wir brauchen Dich !!!
    Yvonne

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Deutsches Mädchen,

    das hört sich zum wiederholten Male nach Abschied an,…..was fehlt Dir ?
    Ist es der mangelnde Zuspruch zu Deinen Worten ?
    Ist es die Lethargie, derjenigen die Deine Worte lesen ?
    Ist es der Gegenwind, derjenigen die Deine Worte lesen ?
    Was wünschst Du Dir, was nach dem Lesen deiner Worte passieren soll…. ?
    Welche Leere umgibt Dich ?

    Ich lese Deine Worte schon seit geraumer Zeit, ….die einst wohl nur ein Kommentar auf irgendeiner Webseite waren….Du hast mich gefangen mit dem was Du schreibst,….Da schreibt ein Deutsches Mädchen und hat sich innerhalb kürzester Zeit die deutsche Geschichte zu eigen gemacht und kann dies auch noch mit den universellen Naturgesetzen vereinbaren,….und kann dies auch noch fundiert erklären…,.wo gibt es denn so was ?
    Dafür habe ich zwei Leben gebraucht,….meine Talente sind eher im Gartenbau und im Selbstversorgungssektor anzusiedeln…..ich betreibe Gartenbau und Samengärtnerei und es kann passieren, dass aus dem Saatgut das ich möglichst aus allen Pflanzen die ich im Garten stehen habe nichts wird, da unterschiedliche Faktoren dafür verantwortlich sind,…….doch ich gebe niemals auf und komischerweise habe ich im nächsten Jahr mehr als ich benötige …..Die Zeit ist mein Freund ;D
    Von daher lese ich Deine Worte als eine Art Hilfeschrei, Dir geht es nicht schnell genug…..und vielleicht hast Du auch Recht,….doch Gutes braucht nun mal seine Zeit.

    Wir/Ich brauche/n Deine Worte, die Deine natürliche Gabe sind und die Dir so natürlich über die Lippen springen……

    Ich stehe neben Dir und drücke Dich

    Namaste, Marco

    Gefällt 3 Personen

    1. Hallo Marco, ja , so sehe ich das auch. Je mehr man weiß und Dinge nachvollziehen kann, um so verzweifelter wird man, ob der Unwissen- und Gleichgültigkeit der Menschen in diesem Land. Die Unverfrorenheit der Politiker, Medien und Presse setzt diesem dann noch die Krone auf. Wie war und ist das alles möglich? Ich weiß nicht, wie es dem deutschen Mädchen geht und welche Probleme sie hat, wünsche ihr jedoch alles Liebe. Viele Grüße, Andrea

      Liken

  3. Liebes Deutsches Mädchen, ich habe mir Deinen Artikel jetzt drei Mal durchgelesen. In einigen Dingen gebe ich Dir Recht, ich glaube, die Betonung liegt auf dem Wörtchen „ich“, sie sind unserer menschlichen Umwelt und Zeit geschuldet. Obwohl mein Lebenslauf nicht gerade dafür spricht, bin ich nicht der Meinung, dass, wenn man eine Bindung eingeht, dieses gleichbedeutend mit „Gefängnis oder Kettenhaltung“ zu sehen sind. Denn außer der Bindung zu Mutter und Vater, geht man Bindungen zu anderen Menschen freiwillig ein. Sich nicht binden zu wollen, können, schließt die Angst vor „Gefängnis oder Kettenhaltung“ ein; jedoch kann eine Verbindung genau das gleiche zur Folge haben. Die Bindung an einen Menschen „meiner“ Wahl stellt für mich nur für meine Seite ein „Ja“ zu diesem Menschen im Ganzen dar, ob ich mich dabei aufgebe oder abhängig mache, liegt allein bei mir. Eine Verbindung zu Menschen kann auf mehreren Ebenen stattfinden, aber nicht gänzlich. Ich spreche hier aber nur für mich und lasse mich gerne eines besseren belehren. Ohnehin scheinen mir in der heutigen Zeit viele Begrifflichkeiten und deren vormals selbstverständliche Dinge abhanden gekommen zu sein. Ich glaube nicht, dass sich Menschen vor 100 Jahren darüber Gedanken gemacht haben, wenn sie eine Bindung eingingen, dann war es selbstverständlich, dass einer für den anderen mit den jeweils gegebenen Möglichkeiten und Fertigkeiten sorgt. Ich glaube auch nicht, dass diese Menschen darüber durchweg unglücklich waren; weil auch diese Bindungen an Regeln und Werte gebunden waren. Das wäre wohl ein abendfüllendes Thema.
    Zu „Es geht um die Beziehung, die Sie mit SICH SELBST haben! Dieser ganze Mist da draußen zeigt Ihnen lediglich, wie es um diese Beziehung tatsächlich bestellt ist!“ Dieser ganze Mist da draußen, stört für mich meine Beziehung zu mir selbst inkl. den ganzen anderen Menschen mit denen man lebt oder arbeitet, die diesen Mist nicht sehen, sondern nur mit sich selbst, ihrem nächsten Urlaub oder den demnächst noch zu kaufenden Klamotten, im Sinn haben. Wie soll man sich denn davon abkoppeln? Ich habe diesen ganzen Mist nicht verzapft und dieser zeigt mir dann, was ich für eine Beziehung zu mir selbst habe? Ich verstehe es nicht wirklich. Und das ist nicht so böse gemeint, wie es vermeintlich klingen mag. Einen klaren Gedanken in dieser Zeit zu fassen, ist ja – für mich – fast unmöglich.
    Leider und natürlich weiß ich nicht, was Dir widerfahren ist, Deinen Zeile wage ich zu entnehmen, dass Du sehr traurig und zur Zeit wohl mutlos bist, was für mich nicht verwunderlich ist. Ich für meinen Teil bin sehr froh und es hat mich immer gestärkt, dass es diese und andere Seiten gibt, wo man lesen und sich evtl. auch austauschen kann. „Der Mensch ist keine Insel“ und ich denke, dass ohne persönliche Kontakte und wenn man nur die Stimme des anderen hört, das Schreiben und Lesen, auf Dauer nicht ausreichend ist und keine wirkliche Verbindung schaffen kann. Für den Moment ja, aber nicht zum „Kräfte sammeln“. Somit steht man dann dem „Rest der Welt“ wieder alleine gegenüber und fragt sich was falsch mit einem ist und wie es dazu kommen konnte. Vielleicht ist auch das ein Teil des Problems?
    Weil es wieder so lang geworden ist, höre ich jetzt erst einmal auf. Aufgrund des doch ziemlich emotionalen Themas hoffe ich, die richtigen Worte zu dem gefunden zu haben, was ich denke, schließe andere Meinungen dazu aber nicht aus. Viele Grüße und alles Liebe, Andrea

    Gefällt 1 Person

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