„Magische Worte“, mit denen in den Medien gerne gearbeitet wird

Rechtsextremismus (…um Gottes Willen!)

AFD-Sympathisant (…Allmächtiger!!)

Verschwörungs-Theoretiker (…Gott, der barmherzige!!!)

Reichsbürger (…Heilige Mutter Gottes!!!! „Kreuzzeichen mach“)

Liebe Erschrockene, liebe Abgeschreckte,

lassen Sie uns doch einmal einen etwas genaueren Blick auf diese vermaledeiten Worte werfen. Sind die wirklich so schlimm, dass sie für uns aus Texten, in denen sie vorkommen, sofort einen „Horrorfilm“ machen, voraus gesetzt natürlich, wir haben nicht soviel Angst, dass wir diese Texte gar nicht mehr weiter lesen wollen? Oder verurteilen wir diese Worte vielleicht zu Unrecht? Lassen Sie uns mal nachsehen:

Rechtsextremismus:

Frage: Gibt es auch einen, eben so häufig in den „etablierten“ Zeitungen zitierten Linksextremismus?

Und was genau bedeutet eigentlich das Wort „Extremismus“? Ab wann ist denn jemand „extrem“? Und ist es immer „schlecht“ extrem zu sein? Ist man automatisch extrem, nur weil man rechts ist?

Aber machen wir uns nichts vor, wenn man von Rechtsextremen hört, dann bekommt man schon ganz bestimmte Gefühle. Die sind pöse, pöse und immer brutal und gemein. Selbst dann, wenn sie einfach nur ganz friedlich ihre Meinung sagen. Mehr noch: Mann will diese Meinung von vornherein schon gar nicht mehr hören, weil das sind ja Extremisten, also Spinner, Ideologen und gewaltbereite Fanatiker!

Oder ist es das Wort „rechts“, welches abschreckend wirkt? Ich meine, im Wort Rechts, steckt ja das Wort „Recht“! Im Wort Links dagegen steckt das Wort „Link“! Was ist jetzt besser? Jemandem Recht zu tun oder jemanden zu linken? Die Medien schaffen es aber, diese beiden Begriffe herumzudrehen und in etwas eigentlich positiv behafteten, etwas angeblich negatives regelrecht „hinein zu zaubern“!

AFD-Sympathisant:

Frage: Gibt es auch einen CDU-Sympathisanten?

Im Wort Sympathisant steckt ja schon für sich eine verdeckte Beleidigung. Dabei ist das „mit etwas sympathisieren“ doch eigentlich gar nichts schlechtes. Wenn ich zu jemandem sage, dass ich ihn sympatisch finde, dann wird er das in erster Linie als ein Kompliment auffassen. Beim AFD-Sympatisanten hingegen hat man eher das Gefühl, das wäre etwas negatives. Interessanterweise lese ich niemals etwas von einem CDU- oder SPD-Sympatisanten. Warum eigentlich nicht? Oder gibt es die in Wirklichkeit gar nicht? Na das wäre ja mal ein Ding.

Wenn man aber nun genauer hinschaut, dann wird das harmlose Wort „Sympathie“ für etwas äußerst negatives missbraucht. Der AFD-Sympathisant suggeriert so etwas wie einen „leichten“ Spott und man hat das Gefühl man muss von ihm, eine Armlänge Abstand halten. (Bitte heben Sie den rechten Arm für diesen Abstand aber nicht zu hoch. Oder nehmen Sie am besten lieber gleich den linken!) Wie auch immer, der AFD-Sympathisant muss mit Argwohn betrachtet werden, das steht außer Frage. Denn die AFD ist eine Demokratie-feindliche Partei. Wie es sein kann, dass in einer Demokratie eine Demokratie-feindliche Partei demokratisch gewählt werden kann, dürfen Sie sich an dieser Stelle nicht fragen, sonst kommen Sie in die gefährliche Nähe unseres nächsten Wortes. An dieser Stelle sei angemerkt, dass ich „kein“ AFD-Sympathisant bin, da mir alle systemkonformen Parteien einfach irgendwie unsympatisch sind! Nun, ich kann nichts dafür, aber über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten!

Verschwörungstheoretiker:

Wie wäre es mit einem „Verschwörungsentdecker“?

Das klingt doch schon viel netter! Aber nein, Leute, die das System hinterfragen und eine vermeintliche Verschwörung entdecken, sind immer nur „Theoretiker“, auch dann, wenn sie fundierte Gründe aufführen und sich selbst auf, in unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung „anerkannte“, Politiker beziehen. Das Wort Theorie suggeriert von vornherein schon, dass man automatisch im Unrecht ist, ganz gleich, was man auch sagt! Nein mehr noch: Man ist obendrein auch noch ein Spinner!

Na ja, dafür haben wir für alles „Experten“! Ich weiß nicht, ob dieser Beruf inzwischen schon offiziell erlernbar ist, aber es gibt ja für quasi alles Experten! Zum Beispiel den Monarchie-Experten oder den Promi-Experten uvm… Wenn man von diesen Leuten hört, die ja gerne im Fernsehen und den Zeitungen zitiert werden und deren Worte heiliger zu sein scheinen als die Bibel, dann bekommt man selten zu hören, was denn genau „den Experten“ überhaupt zum Experten macht!? Beruflicher Werdegang, Dienstgrad, Diplom, Ausbildung?? Fehlanzeige! Mal davon abgesehen, dass es wohl nichts idiotischeres und unnötigeres geben kann als einen „Promi-Experten“, wird dieses Wort interessanterweise „nicht“ spöttisch betrachtet. Aber, der „Verschwörungstheoretiker“ ist automatisch immer ein Volldepp, selbst dann wenn er ein studierter Diplomingenieur ist!

Reichsbürger:

Wer issn das überhaupt bzw. was genau soll das eigentlich sein?

Hierbei ist wohl das Wort „Reich“ das Problem! Denn am Wort „Bürger“ würden sich wohl eher die wenigsten stören. Und was bedeutet das Wort „Reich“? Ist das ein schlechtes oder böses Wort? Man kann in einem bestimmten Reich leben, man kann aber auch schlichtweg reich sein! Dagegen hätte wohl auch kaum jemand was. Nein, ich denke eher, was hier so unglaublich negativ gesehen wird, ist die Tatsache, dass man es wagt, ein Land oder einen Bezirk als „Reich“ zu bezeichnen. So etwas wie ein „Reich“ darf es nun wirklich nicht geben, pfui, pfui! Aber warum eigentlich nicht?

Fazit:

Sie sehen also: In Worten steckt wahrhaftig Magie! Und je nachdem in welchem Kontext man sie verwendet, suggerieren sie uns automatisch ein bestimmtes Gefühl! Selbst „ich“ kann diese Worte nicht lesen, ohne die unterschwellig negative Energie zu spüren, die von diesen Worten ausgeht. Und das obwohl ihre Ursprungsbedeutung keineswegs eine negative ist.

Wie schafft man so etwas? Wie schafft man es, durch die alleinige Nennung eines bestimmten Wortes, jemanden davon abzuhalten sich die, dahinter verbergenden Dinge, überhaupt etwas genauer ansehen zu wollen? Nun das schafft man dadurch, dass man das „böse zu machende“ Wort ständig wiederholt und immer in einen negativen Zusammenhang setzt. Man kann sich das so ähnlich vorstellen wie ein Mantra!

Kein Mensch zweifelt daran, dass wir mittels der Medien permanent einer Gehirnwäsche ausgesetzt werden. Na ja, sagen wir „fast“ keiner. Die meisten kennen das Beispiel mit der Cola-Flasche, welche im Kino angeblich blitzschnell ein und ausgeblendet wird und welche wir gar nicht bewusst wahr nehmen. Unser Unterbewusstsein jedoch registriert „alles“. Und plötzlich gehen im Saal die Lichter an, eine nette Dame kommt mit einem Wägelchen, preist lauthals Eis und Cola an und alle bekommen Lust auf Cola. Mystisch, mystisch das Ganze.

Genauso verhält es sich mit den obig genannten Worten. Indem man sie immer dort hinsetzt, wo man etwas bestimmtes erzählt, gibt man dem Erzählten eine gewisse Farbe. Die ist, was die hier zitierten Worte angeht selbstverständlich immer „braun“! Und was „braun“ bedeutet wissen wir ja auch alle, oder? Mir tun an dieser Stelle übrigens die vielen Hunde, Katzen, Bären und „Menschen“ leid, die Gott ebenfalls mit dieser „pösen, pösen“ Farbe gestraft hat! Ich weiß nicht, ob es den System-Schreiberlingen noch nicht aufgefallen ist oder selbst dahinter ein gewisses System steckt. Doch wenn man es genau nimmt, dann ist das eine ziemliche Beleidigung diesen Tieren und Menschen gegenüber, um nicht zu sagen „rassistisch“! Das wäre doch mal ein Skandal, oder nicht?

Wie aber „entzaubert“ man nun diese „pösen, pösen“ Worte? Nun, da gibt es eigentlich nur einen Weg: Indem man sie auseinander nimmt, dahinter blickt, den Zusammenhang „richtig“ liest, ihre wahre Bedeutung hinterfragt und sie immer wieder „in neutraler“ Perspektive wiederholt! Warum wäre das sinnvoll? Weil man dann endlich einmal einen genaueren Blick auf die Dinge werfen kann, wodurch sich automatisch die Perspektive erweitert. Und dann kommen einem vielleicht neue Ideen, wie man so etwas wie „Frieden“ oder „Gerechtigkeit“ herstellen kann. Man kann aber selbstverständlich auch „verzaubert“ bleiben und sich von diesen ad absurdum geführten Worten abschrecken lassen! Aber vielleicht bin ich auch einfach nur eine mit Extremisten sympathisierende Verschwörungshexe, der man aus diesem Grund, am besten gar nicht erst zuhört!

Ein Deutsches Mädchen

2 Kommentare zu „„Magische Worte“, mit denen in den Medien gerne gearbeitet wird“

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